Aktuelles

Stellungnahme zum Lehrplan Gymnasium 2015 [99 KB]
Stand: 18.06.2015

Historikertag 2014 in Göttingen

Vorsitzender David Denninger mit Christopher Clark

Zu Gast bei Staatssekretär Georg Eisenreich


Landesfachgruppe Geschichte/Sozialkunde zu Gast bei Staatssekretär Georg Eisenreich

Am 04.07.2014 traf sich die Landesfachgruppe Geschichte/Sozialkunde mit Staatssekretär Georg Eisenreich zu einem kurzen Gedankenaustausch über die Situation der Fächer. In einer sehr angenehmen Gesprächsatmosphäre hatte der Staatssekretär ein offenes Ohr für die Anliegen des Landesfachgruppensprechers und Landesvorsitzenden des Bayerischen Geschichtslehrerverbandes David Denninger und des Bezirksfachgruppensprechers für München und Beisitzers im Landesvorstand Dr. Lorenz Maier.

Grundsätzlich stimmten viele Vorstellungen überein, etwa was die Eigenständigkeit der beiden Fächer angeht. Gleichwohl sprachen David Denninger und Dr. Lorenz Maier auch Probleme an, denen sich ihrer Ansicht die Fächer gegenübergestellt sehen. Es wurde betont, dass es sich bei Geschichte und Sozialkunde um die einzigen einstündigen Fächer in der gymnasialen Oberstufe handelt und dass sich allein aus der Einstündigkeit heraus Probleme für die Unterrichtspraxis ergeben. Trotz der offenkundigen Schnittmengen sieht die Landesfachgruppe eine wieder stärkere Trennung der beiden Fächer als eine wichtige Forderung an. Diese könnte beispielsweise in einer zeitlichen und evtl. auch formalen Trennung der beiden Schulaufgabentermine erfolgen, da bisher die bayerischen Schülerinnen und Schüler zum selben Termin eine Schulaufgabe im Kurs G+Sk schreiben. Eine Belastung, die zu unnötig schlechteren Leistungen führt und die nach Ansicht der Fachgruppe nicht weiterbestehen müsste. Auch die Einstellungssituation, das Referendariat und die G9-Reform wurden angesprochen.

Staatssekretär Georg Eisenreich betonte im Gegenzug die Erfolge der letzten Lehrplanreform und verwies auf die grundsätzlich sehr gut funktionierende Zusammenarbeit der beiden Fächer. Der Staatssekretär wies darauf hin, dass größere Veränderungen der Stundentafel nicht geplant sind. Die Überlastung der Seminare und die schwierige Einstellungssituation führte Herr Eisenreich auf die nach wie vor hohen Referendarszahlen zurück. Um hier gegensteuern zu können, wird eine Rechtsgrundlage geschaffen, die bei Bedarf eine Zulassungsbeschränkung zum Vorbereitungsdienst ermöglicht. Herr Eisenreich bat hier aber auch den Bayerischen Geschichtslehrerverband und den bpv um Mithilfe bei der Aufklärung junger Menschen bei der Berufswahl.

Zur Zukunft des Gymnasiums, ob G8 oder G9, wollte Herr Eisenreich nichts Konkretes sagen, da der Dialogprozess ja noch immer im Gang sei, nahm aber zur Kenntnis, dass der BGLV momentan an der Entwicklung eines 9jährigen Gymnasiums mitarbeitet. Damit endete ein intensives, offenes und vertrauensvolles Gespräch, das sich – ganz im Sinne des Dialogprozesses – zu gegebener Zeit sicherlich fortsetzen lässt.

dd

Heute vor 60 Jahren:

der Volksaufstand in der DDR - „17. Juni 1953“

Hinweis auf aktuelle Unterrichtsmaterialien (Projekttage, Referate)

Unabhängig von der Berichterstattung in der Tages- und Wochenpresse – ein Vergleich wäre auch schon ein interessantes Unterrichtsprojekt – möchten wir auf folgende, nützliche Hilfen hinweisen, die leicht zugänglich sind:

Bundesstiftung Aufarbeitung, hrsg., Volksaufstand – ein Bildungswegweiser zum 17. Juni 1953:
Angebote für die schulische und außerschulische Bildung, Berlin, 2013 (32 S., brosch.), zugänglich über Dr. Jens Hüttmann unterj.huettmann@stiftung-aufarbeitung.de

Andrea Herz, Wenn Streik auch Aufstand ist: 17. Juni 1953 in Thüringen (Erfurt, tlstu, 2013, 72 S.), e-Mail-Adresse der Autorin (dienstlich) herz@tlstu.thueringen.de

Zs. Horch und Guck – zur kritischen Aufarbeitung der SED-Diktatur, Themenschwerpunkt: Das Aufstandsjahr 1953, 22.1, Heft 79, 2013, 82 S., Preis 5,90 €, zu bestellen über www.horch-und-guck.info

Zusätzlich sei auf das aktuelle Fernsehprogramm hingewiesen:

ARD, 17. Juni 2013, 23.45 Uhr: Griff nach der Freiheit – Der Aufstand vom 17. Juni 1953, Vorbesprechung in der FAZ vom 17.06.2013 (Jochen Staadt)

RTL, 16. Juni 2013, 22.45 – 23.30 Uhr (Wiederholung/Konserve?): „Wir wollen freie Menschen sein!“ - Volksaufstand 1953 (Freya Klier). Die Dokumentation geht u.a. auf Fälle Jugendlicher ein, die Opfer der Reaktion unter dem seitens der Sowjets verhängten Ausnahmezustand (Kriegsrecht) wurden (mit Zeitzeugeninterviews Überlebender aus den betroffenen Familien).

Die Stiftung Aufarbeitung hat auch eine Plakatausstellung zum 17. Juni 1953 entwickelt, die über die o.a. Bildungsabteilung der Stiftung Aufarbeitung zu beziehen ist.

Abschließend sei ausdrücklich auf das Zeitzeugenprogramm der Stiftung hingewiesen (Internetadresse, e-Mail, s.o.).

Willi Eisele
Landesvorsitzender

DIDACTA 2012

Landesvorsitzender Willi Eisele am Informationsstand der "Stiftung Aufarbeitung" Landesvorsitzender Willi Eisele am Informationsstand der "Stiftung Aufarbeitung" (Geschichte der DDR)